Donnerstag, 2. Juni 2016

Verlorene Online-Accounts unter Ubuntu 16.04

Problemstellung:

Seit einigen Tagen registrierte ich Probleme in Evolution bezüglich meiner Google-Konten, die ich unter Ubuntu als Online-Accounts eingestellt habe. Als ich heute versuchte einen neuen Account einzurichten, musste ich feststellen, dass unter den System-Settings die Möglichkeit der online-Accounts nicht mehr vorhanden war...


Nun fing die Fehlersuche an...

Problemlösung:
Als erstes hatte ich die ubunut-system-settings-online-accounts in Verdacht. Diese Settings sind eigentlich für Ubuntu Touch gedacht und wenn ich ehrlich bin, habe ich mal wieder keine Ahnung, wie die auf mein System gekommen sind. Aber in meiner VM, die ich zum Testen verwende, war diese Paket nicht installiert. Daher habe ich es dort auch installiert, in der Hoffnung den Effekt reproduzieren zu können. Fehlanzeige!!!
Daraufhin zog ich mir von beiden Systemen mit Hilfe von dpkg -l >> paket.txt die jeweilig installierten Paketlisten, um diese miteinander zu vergleichen. Parallel fragte ich Sturmflut, ob er mir einen Tipp geben könne, wonach ich suchen müsse. Und siehe da, von ihm bekam ich den Hinweis, dass das Desktop-File durch unity-control-center-signon zur Verfügung gestellt werden würde. Und siehe da, als ich beide Listen auf dieses Paket durchsuchte, musste ich feststellen, dass es auf meinem System tatsächlich nicht mehr vorhanden war, auf der VM schon.
Nach der Installation des unity-control-center-signon Pakets war sofort die Systemeinstellung für die Online-Accounts wieder verfügbar und die Account waren mitsamt aller Einstellungen ebenfalls noch vorhanden.

Und wieder was gelernt!!!

Donnerstag, 19. Mai 2016

Einrichten ddclient unter Ubuntu 15.10 und 16.04

Da ich über einen eingerichteten DNS Dienst verfüge, der es ermöglich meinen Rechner per Hostname zu erreichen, muss dieser nach der Neuinstallation des Rechners entsprechend wieder eingerichtet werden, dass der Rechner mit dem Dienst abgeglichen wird.

Ich verwende ddclient, welches unter Ubuntu in den Repository vorhanden ist. Installation erfolgt per sudo apt(-get) install ddclient

Um nun das Update mit meinem Dienst (in meinem Fall habe ich einen Account auf spdns.de) zu gewährleisten, muss ich eine Konfigurationsdatei /etc/ddclient.conf ablegen

Bei meiner ersten Installation von Ubuntu hatte mir Björn das alles eingerichtet, aber mit der Installation von Ubuntu 15.10 musste ich die ddclient.conf Datei anpassen, da im syslog ersichtlich wurde, dass der Dienst nicht geupdated wurde. Das gleiche Problem hatte ich im Übrigen ebenfalls nach der Installation von 16.04, da ich leider die Datei von Wily Werwolf nicht gesichert hatte.

Nach einigen Versuchen hier nun die funktionierende ddclient.conf Datei unter Ubuntu 16.04 Xenial Xerus

Configuration file for ddclient generated by debconf
#
# /etc/ddclient.conf

protocol=dyndns2
use=web, web=checkip.spdns.de
server=update.spyn.org
ssl=yes
login=$USERNAME
password='PASSWORD'

$HOSTNAME (der Name, der bei dem Dienst hinterlegt ist)

Statusabfrage des Clients:
# /etc/init.d/ddclient status



Montag, 16. Mai 2016

Probleme in der VM 16.04. Desktop


  • Hängt sich beim Starten immer mal wieder auf
    • drücke ich beim Bootvorgang Esc bzw. F10 werden die Bootmeldungen aufgerufen / angezeigt und die VM läuft hoch
  • Wechsel ins tty und wieder zurück hat Mauszeigerverlust zur Folge
    • nur ein Neustart behebt derzeit diese Problematik
  • Massive Grafikprobleme
    • Vor allem der Chromium. Nach dem Start komme ich in keinen benutzbaren Zustand und wird der Sperrbildschirm in der VM aktiviert, bleibt der Browser weiterhin sichtbar. Daher ist eine Neuanmeldung, bzw. Wechsel ins tty und zurück nicht von Erfolg gekrönt
    • /usr/lib/nux/unity_support_test -p hiermit können die Unity-Bedingungen abgefragt/ getestet werden
    • Lösung gefunden: VM ohne 3D Beschleunigung starten, Chromium die Hardwarebeschleunigung aus den Einstellungen deaktivieren, VM erneut mit 3D-Beschleunigung starten -> FUNKTIONIERT

Donnerstag, 12. Mai 2016

Ubuntu Phone neu flashen + Einstellungen

Ich bin stolze Besitzerin eines BQ 4.5 Aquaris Ubuntu Edition aus dem letzten Flashsale 

Im Dezember letzten Jahres habe ich das erste Mal mein Phone neu geflasht unter dankbarer Hilfe von Mister Q. Inzwischen habe ich das noch ein oder zweimal gemacht, inzwischen auch alleine ;-)

Ich werde hier beschreiben, wie ich vorgehe, wenn ich mein Phone neu flashe. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass diese Beschreibung nur für das BQ 4.5 Aquaris gilt und falls du es mit Hilfe meiner Beschreibung ebenfalls neu flashen möchtest, ich keine Gewähr dafür übernehme, dass es einwandfrei funktionieren wird. Flashen ist ein tiefer Eingriff in dein Phone, darüber musst du dir im Klaren sein. Solltest du Zweifel haben, frage bitte jemand, der sich damit auskennt.


  • Als erstes führt man in einem Terminal auf dem Rechner im Home-Verzeichnis folgenden Befehl aus:
    wget -c http://people.canonical.com/~jhm/barajas/recovery-krillin.img
    Damit wird das recovery Image für das BQ 4.5 von der angegeben URL auf den Rechner geladen
  • Das Phone per USB-Kabel mit dem Rechner verbinden
  • Danach startet man das Telefon neu in den Fastboot-Modus. Bei dem BQ 4.5 erreicht man das, indem man die Power-Taste und die VolUp-Taste so lange gedrückt hält, bis das Startmenü erscheint. Mit der VolUp Taste kann man den gewünschten Startmodus auswählen und mit VolDown bestätigen
  • Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten des flashens. Möchte man das Phone richtig reseten oder z.B. ein Android-OS ersetzten wählt man die Bootstrap-Methode. Flasht man dieses Phone später erneut und möchte alle vorhandenen Daten löschen, benutzt man anstatt bootstrap wipe. Alternativ kann man das Phone auch ohne Datenverlust flashen, dann verwendet man keine der beiden Optionen.
  • Bei der Verwendung der --bootstrap oder --wipe Option gibt man im Terminal $ fastboot devices ein. Wenn eine Reaktion erfolgt folgenden Befehl eingeben:
    für den rc-proposed Channel
    ubuntu-device-flash touch --channel ubuntu-touch/rc-proposed/bq-aquaris.en --device krillin --bootstrap --recovery-image recovery-krillin.img
    bzw.:
    ubuntu-device-flash touch --channel ubuntu-touch/rc-proposed/bq-aquaris.en --device krillin --wipe --recovery-image recovery-krillin.img
    für den stable-Channel ubuntu-device-flash touch --channel ubuntu-touch/stable/bq-aquaris.en --device krillin --bootstrap --recovery-image recovery-krillin.img
    bzw.:ubuntu-device-flash touch --channel ubuntu-touch/stable/bq-aquaris.en --device krillin --wipe --recovery-image recovery-krillin.img
  • Möchte man ohne Datenverlust flashen, bootet man das Phone nicht in den Fastboot mode, sondern in den Recovery Mode und gibt dann folgenden Befehl ins Terminal ein:
    ubuntu-device-flash touch --channel ubuntu-touch/rc-proposed/bq-aquaris.en --device krillin 
    bzw.:ubuntu-device-flash touch --channel ubuntu-touch/stable/bq-aquaris.en --device krillin 

    (Wenn du kein BQ4.5 hast, musst du krillin durch das passende Image für dein Phone ersetzen)
  • Nun wird das entsprechende Image herunter geladen und installiert. Während der Installation erscheint meist das runde Ubuntu Zeichen (das variiert aber immer mal wieder)
  • Nach erfolgter Installation (das dauert mehrere Minuten) bootet das Phone neu. Warten bis der Ubuntu-Begrüßungsbildschirm erscheint und die Einrichtung vornehmen.
Nun ist das Phone jungfräulich und muss neu konfiguriert werden, so wie du es möchtest.


In meinem Fall habe ich nun noch eine ganz wichtige Einstellung vorzunehmen, da ich über diese Problematik jedesmal wieder stolpere und mich ärgere:
Ich bin Kunde bei mobile.com (früher Talkline). Da dieser Anbieter ein O2 Anbieter ist, der aktuell mit E-Plus verschmolzen wird, benutze ich beide Netze mit Hilfe der Roaming Funktion. Diese muss auf dem Phone explizit aktiviert werden, da ansonsten das mobile Internet STÄNDIG die Verbindung verliert.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Virtual Box installieren (ohne Software Center) und weitere Anmerkungen

als erstes die Paketquelle der Repository hinzufügen, damit sie mit aktualisiert wird:
sudo add-apt repository  'deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian trusty contrib

Danach in einem Kombinationsbefehl das Paket holen und den Key registrieren:
wget -q https://download.virtualbox.org/oracle_box.asc -O- | sudo apt-key add -

Einmal kurz updaten:
sudo apt-get update

Und nun installieren:
sudo apt-get install virtualbox-5.0

Fertig!

Sollte dkms auf dem Hostrechner noch nicht installiert sein, sollte man das nachholen, um zu gewährleiten, dass die Kernelmodule von VirtualBox immer mit auf dem aktuellen Stand gehalten werden:
sudo apt-get install dkms

Installation VirtualBox 5.x:

Bitte beachten, dass die Gasterweiterung nicht über das Terminal mit dem Befehl sudo apt-get install virtualbox-guest-addition-iso installieren. Dieses hätte zur Folge, dass VirtualBox 5.x wieder entfernt wird. Auf der Oracle-Seite kann die Gasterweiterung für 5.x direkt unter VirtualBox geöffnet und installiert werden. 

Gemeinsamer Ordner:

Nachdem der gemeinsame Ordner angelegt und definiert wurde, muss im Gastsystem mit Hilfe des Befehls:
sudo usermod -aG vboxsf BENUTZERAME
der User der Gruppe vboxsf hinzugefügt werden. Danach ist der Zugriff auf den Ordner möglich.


TTY Terminal aufrufen aus VM heraus:

Versucht man ein tty Terminal aus dem Guest heraus mit Str+Alt+F1 aufzurufen, ruft man das tty des Hosts auf. Bei mir funktioniert folgendes: Wenn man den Fokus im Guest hat, kann ich das tty mit RightStrg+F1 aufrufen

Aufruf des GRUB-Auswahlmenüs:

Beim Bootvorgang muss die Shift-Taste gehalten werden, dann gelangt man in das Auswahlmenü





Montag, 21. Dezember 2015

Unity Desktop funktioniert nicht mehr

So, heute hatte ich eine ganz besondere Challenge, aus der ich ohne Hilfe der Gruppe UbuntuFun auf Telegram nicht raus gekommen wäre ;-)

Ich starte meinen Laptop, er fährt in den Anmeldebildschirm, ich melde mich an und dann... NICHTS! Ich hatte einen Desktop mit meinem personalisierten Hintergrund, aber ansonsten nichts. Keine Menüleiste, kein Dash es war nichts da. Das einzige was noch funktionierte war die rechte Maustaste, mit Hilfe derer ich Kontextmenüs aufrufen konnte, die mich aber nicht weiter brachten.

Nach meinem Hilferuf in die Telegram-Gruppe (nach 2 harten Restarts meines Systems) gingen wir auf Fehlersuche. Währenddessen stellten wir fest, dass auch ein Terminal über die Tastenkombination Str Alt t nicht möglich war. Nachdem ich an mein Macbook eine USB Tastatur angeschlossen hatte, konnte ich in das tty Terminal mit der Tastenkombination Str Alt F1. Dort muss man sich mit seinem User erst einmal anmelden und dann kann es los gehen. Also erstes machte ich mal ein Systemupdate mit sudo apt-get update und sudo at-get upgrade. Allerdings musste ich feststellen, dass nach einem reboot sich das Problem noch nicht in Luft aufgelöst hatte. 

Daraufhin probierte ich den Befehl unity --reset worauf mir mein System erklärte, dass er Unity nicht kennen würde! Danach ging es in die Abteilung compizconfig. Ich bin nach der Anleitung auf der seite http://www.iws.net/node/55 vorgegangen und habe den compizconfigurator erneut installiert, allerdings erklärte mir das System, dass er schon installiert sei. Ich bin dann mit Str Alt F7 in den ccsm gesprungen und versuchte dort Unity zu aktivieren. Nachdem ich Screenshots von meinen netten Helfern bekommen hatte, musste ich feststellen, dass in ccsm kein Unity Plugin vorhanden war. Auf Empfehlung versuchte ich dann dconf reset -f /org/compiz, was er scheinbar noch gemacht hat, und dann sollte ich setsid unity ausführen, was mit einer Fehlermeldung quittiert wurde. Daraufhin wurden dann mal die installierten Komponenten gesucht dpkg -l | grep unity . Dieser Befehl zeigte mir eine Reihe von installierten Koponenten an. Unter anderem auch eine installierte Unity Version. Daraufhin schaute ich mit der gleichen Funktion mal nach dem Ubunt Desktop dpkg -l | grep ubuntu-desktop wobei festzustellen war, dass dieses nicht (mehr) vorhanden war. Nach einem sudo apt-get install ubuntu-desktop und einem reboot war der Desktop wieder verfügbar. 

Interessant an dieser Stelle war dann zu beobachten, dass u.a. Evolution und Pidgin nicht mehr vorhanden waren. Dafür war Empathy wieder da, welches ich vor Monaten gelöscht hatte. Nach erneuter Installation der fehlenden Programme, warren diese inklusiver aller Daten wieder verfügbar, als ob nichts geschehen wäre.

Wenn ich nun noch wüßte, was ich falsch gemacht habe, könnte ich das zumindestens in Zukunft vermeiden... Nochmal Danke an die Telegram-Gruppe UbuntuFun.de :-)

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Reservierte IP-Adressen und Subnetze

Im theoretisch möglichen Adressbereich sind bestimmte IP- Adressen und Subnetze für spezielle Anwendungen reserviert. Die Kenntnis dieser Ausnahmen ist wichtig, um Fehlkonfigurationen und Designfehler zu erkennen und zu vermeiden.


Erste und letzte IP- Adresse eines Subnetzes

Die erste und die letzte IP- Adresse eines definierten Subnetzes sind jeweils die Subnetz- Adresse beziehungsweise die Broadcast- Adresse. Die Subnetz- Adresse definiert das Subnetz, während die Broadcast- Adresse dazu dient, alle Adressen im Subnetz gleichzeitig ansprechen zu können.


0.0.0.0/8 (0.0.0.0 bis 0.255.255.255)


IP-Adressen in diesem Bereich dienen als sogenannte "Standard- Routen", stehen also für das Subnetz selbst.


10.0.0.0/8 (10.0.0.0 bis 10.255.255.255)

172.16.0.0/12 (172.16.0.0 bis 172.31.255.255)

192.168.0.0/16 (192.168.0.0 bis 192.168.255.255)

"Diese Bereiche unterschiedlicher Größe sind für private Netzwerke reserviert. Alle IP- Adressen aus diesen Bereichen werden nicht im Internet geroutet und dienen dazu, interne Netzwerke aufzubauen, ohne dafür öffentliche IP- Adressen zu benötigen.


127.0.0.0/8 (127.0.0.0 bis 127.255.255.255)

Local Loop oder auch Loopback- IP Adresse des lokalen Hosts.


169.254.0.0/16 (169.254.0.0 bis 169.254.255.255)

IP- Adressen aus diesem Bereich sind für den sogenannten Local Link reserviert. Diesen Adressbereich nutzen z. Bsp. Rechner, wenn sie eine IP- Adresse automatisch von einem DHCP- Server beziehen sollen, diesen aber nicht finden können.

Einrichten eines Netzwerks mit Server, der eine statische IP hat:

  • Ermitteln der Gatewayadresse und Subnetzmaske über den Befehl route -n
  • Aus der Gatewayadresse die IP-Adresse des Rechners ableiten: z.B. Gateway 192.168.10.1 -> IP 192.168.10.156 und auch welche Schnittstelle verwendet wird (meistens eth0 wenn nur eine Netzwerkkarte vorhanden ist)
  • DNS-Server ermitteln (meist die gleiche Adresse wie das Gateway)
  • Dann die Daten in die Datei /etc/network/interfaces eintragen:
    auto eth0
    iface eth0 inet static
    address 192.168.10.156
    netmask 255.255.255.0
    gateway 192.168.10.1
    dns-nameserver 192.168.10.1 
  • auto eht0 sorgt dafür, dass die Einstellungen automatisch geladen werden
  • iface eth0 inet static beschreiben die Verbindungsart und das es sich um eine statische Einstellung handelt. Alternativ steht hier gerne dhcp drin, wenn die IP automatisch vergeben wird.
  • address ist die IP Adresse des REchners
  • netmask = Subnetz
  • gateway = Adresse des Routers  
  • dns-nameserver = IP des Nameservers -> Die ist wichtig, da der Server in meinem Fall nicht ins Internet kam
  • sudo /etc/init.d/networking restart
  • In meinem Fall hat der restart nicht ausgereicht. Ein reboot brachte dann aber den gewünschten Erfolg